Apps und die Print Medien

James Murdoch, Sohn des Medien Moguls Rupert Murdoch, beklagte sich jüngst via Reuters, dass Apps die traditionellen Print Medien deutlich mehr Leser entziehen, als klassische Websites.

Diese scharfsinnige Feststellung verwundert eigentlich kaum, wenn man bedenkt, dass rund 68% der Apps kostenpflichtig sind (Mobclix) und damit die Zahlungsbereitschaft für digitale Inhalte erschöpft sein wird.

Springer dagegen sieht den Boom der Apps als Chance, auch endlich wieder auf der Rezipientenseite direkt Geld verdienen zu können. Bis 2015 strebt der Verlag an, die Hälfte seines Umsatzes mit digitalen Inhalten zu verdienen (Döpfner: „Rückkehr zur Normalität“).
Springer scheint dabei bereits auf einem guten Weg zu sein: Bild und Welt Apps wurden bereits über 280.000 mal verkauft! Und das obwohl Bild.de beispielsweise komplett kostenlos lesbar ist.

Insbesondere das iPad eröffnet den Verlagen also nun doch noch eine zahlungsbereite Leserschaft für ihre digitalen Inhalte.

Dass dies im klassischen Web bislang nicht geglückt ist, beweist die Strategie Murdochs: Er hat eine Mautstelle vor London Times, Sunday Times und Co gesetzt und seitdem 90% der Reichweite eingebüßt. Diese Strategie dürfte bislang eher zu sinkenden Einnahmen geführt haben, zumal die Werbeeinnahmen geradezu eingebrochen sein dürften…

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Nachtrag: Interessante Meinungen zu diesem Thema können bei Hyperland gesehen/gelesen werden: http://www.elektrischer-reporter.de/labor/video/228

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